Samstag, 4. Mai 2013

Die Situation des Profax, Jahr für Jahr ...


Wesenszug Hochbegabung: 
Solche Doktoranden zeichnen sich dadurch aus, dass sie am liebsten das Denken neu erfinden würden. Es "MUSS" 
- ein anderer Ansatz her
- es sind VISIONEN zu bilden
- das System ist falsch und 
- Bewertungsraster müssen neu geeicht werden
- Zudem ist noch X, Y und Z zu bedenken 
- eigentlich ist die vorgegebene Seitenzahl für die Doktor- oder Diplomarbeit viel zu gering. 

Die Dissertation oder Diplomarbeit muss der grosse Wurf werden, schliesslich ist man seit drei Semester überfällig. 

Normalo'Welt: 
Der Professor muss längst kaum noch lehren. Er muss fürs Institut oder den Lehrstuhl Geld beschaffen (Found rising), er muss Partner für Forschungsaufträge finden, er muss Forschungsideen verkaufen, und er muss folgende Doktorarbeiten allesamt bewerten: 
- Student Müller
- Student Eichinger
- Studentin Gromm
- Studentin Geisler
- Student Wille
- Student Mühlemann
- Student Röhrl
- ... und noch ca. 20 mehr, dann noch Gegenlesen, Prüfungsgremium, Rekurse, Doktorfeier, etc. Eigentlich ist er ein Werksarbeiter am Fliessband, Jahr für Jahr. Und nichts in der Welt nervt ihn so, wie Arbeiten, die nicht in der Denk-Norm, der Bewertungs-Norm, der Verfassungs-Norm, der Abgabezeit-Norm oder sonst wie nicht in der Norm sind, denn die machen ihm das Leben schwer, dem armen Kerl. Daher, lieber hochbegabter Doktorand, geschätzte hochbegabte Diplomandin, es ist nicht, dass sie missachtet werden, es ist vielmehr so, dass sie nerven, .. und wie! (Ist sarkastisch zu verstehen). 

Jona Jakob

1 Kommentar:

  1. Zudem erkennt der Professor neben dem riesigen Misthaufen aus Kommunikation und Marktteilnahme keine Schmuckstücke mehr. Sie spiegeln das Versteckspiel des ursprünglich mal forschenden 'interessenloses Interesses' des Professors und versinken langsam in dem Glauben.
    Nina

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